DRK Presseinformationen https://www.drk-kv-wangen.de de DRK Thu, 23 May 2024 01:11:18 +0200 Thu, 23 May 2024 01:11:18 +0200 TYPO3 EXT:news news-38 Mon, 28 Jun 2021 11:20:00 +0200 Unterwegs fürs Rote Kreuz /aktuell/presse-service/meldung/unterwegs-fuers-rote-kreuz.html Junge Leute gewinnen neue Mitglieder Ein Zeichen setzen und das Rote Kreuz unterstützen – als Spender, Fördermitglied oder ehrenamtlicher Helfer. Der DRK Kreisverband Wangen wirbt derzeit  neue Mitglieder.

„Die  Rotkreuz-Arbeit unserer DRK-Ortsvereine Aichstetten, Aitrach, Bad Wurzach, Kisslegg, Isny, Leutkirch und Wangen wird aus Fördermitgliedsbeiträgen finanziert“ , so erklärt DRK-Kreisgeschäftsführer Jörg Th. Kuon. 

Rund 1000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stehen im Altkreis Wangen rund um die Uhr zur Verfügung, um Menschen in der Not zu helfen. Unsere Helfer wurden im letzten Jahr mehr als 2100 mal zu Einsätzen gerufen. Sanitätsdienste, Hilfe bei Unfällen, Krisenintervention bei schweren Schicksalsschlägen, Bewegungsangebote für unsere älteren Mitbürger, Helfer vor Ort: die Arbeit des Roten Kreuzes ist sehr vielschichtig und erfordert viel Herzblut und Engagement beim Dienst im „Zeichen der Menschlichkeit“.

Die Aus- und Weiterbildung sowie die Ausrüstung unserer Freiwilligen wird mit den Beiträgen der Fördermitglieder finanziert. Die Corona-Krise stellt für das Rote Kreuz in unserer Region eine große Herausforderung dar: Viele ehrenamtlichen Helfer sind gefordert, um für die Sicherheit unserer Bevölkerung die Schnelltest-Stationen aufrechterhalten zu können. Eine Aufgabe, die viel Zeit, Mut und Anstrengung von unseren Rotkreuz-Helferinnen und -helfern abverlangt.

Fördermitglieder des Roten Kreuzes werden in Notfällen im Ausland durch den DRK-Flugdienst kostenlos nach Deutschland zurückgeholt. 

Im Rahmen des bodengebundenen Rückholdienstes holt das Rote Kreuz seine Mitglieder ebenfalls kostenlos nach Hause, wenn sie im Inland verunfallen und transportfähig sind. 

Die Mitgliederwerbung wird vom 28. Juni bis Mitte August durchgeführt und geschieht in Kooperation mit der Kober GmbH aus Aalen. Die in der Mitgliederwerbung tätigen Helfer tragen Dienstkleidung und besitzen einen Dienstausweis.

Informationen zur Mitgliederwerbung erteilt die Geschäftsstelle vom DRK Kreisverband Wangen in Isny, Tel. 07562/9709-31.

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news-37 Fri, 18 Jun 2021 09:44:00 +0200 Der neue Geschäftsbericht 2020 ist da. /aktuell/presse-service/meldung/default-e51e2eb3c9.html news-23 Tue, 24 Mar 2020 12:58:00 +0100 DRK stellt Sammlung von Altkleidern ein /aktuell/presse-service/meldung/drk-stellt-sammlung-von-altkleidern-ein.html Wegen erhöhter Infektionsgefahr stellt das Rote Kreuz ab sofort die Sammlung von Altkleidern ein. Die Bevölkerung wird gebeten, bis auf weiteres die DRK-Sammelcontainer nicht mehr zu füllen. Die Infektionsgefahr für Spender und Mitarbeitende ist derzeit zu groß. „Die Menschen sollen zuhause bleiben! Wertstoffhöfe sind zu meiden!“, so das Rote Kreuz. Abgesehen davon ist das Rote Kreuz auch der Fürsorge gegenüber seinen Mitarbeitenden verantwortlich. Das sind nicht unbedingt eigene, sondern auch Menschen in Subunternehmen.

 Darüber hinaus weist der Landkreis Ravensburg bereits darauf hin, dass sowohl die kommunalen Entsorgungszentren als auch die gewerblichen Wertstoffhöfe überlastet sind und deshalb nur noch dringende Anlieferungen angenommen werden können. „Hier müssen auch wir unseren Beitrag zur Entlastung leisten“, sagt Jörg Kuon, Geschäftsführer vom DRK Kreisverband Wangen.

„Darüber hinaus ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir aufgrund der Corona-Krise Personalausfälle haben und die Sammlung ohnehin einschränken müssen“ ergänzt Gerhard Krayss, Geschäftsführer vom DRK Kreisverband Ravensburg und stellt fest: „Die Kleidung ist in den Kleiderschränken derzeit am besten aufbewahrt.“

 Das Rote Kreuz wird mit Hinweisschildern und Flatterbändern an den Sammelcontainern auf die aktuelle Situation hinweisen.

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news-24 Fri, 25 Oct 2019 09:53:00 +0200 Auszeichnung ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber für die Avira Operations GmbH & Co. KG, Tettnang /aktuell/presse-service/meldung/auszeichnung-ehrenamtsfreundlicher-arbeitgeber-fuer-die-avira-operations-gmbh-co-kg-tettnang.html In der Ehemaligen Augustiner-Klosterkirche in Oberndorf am Neckar hat Innenminister Thomas Strobl erneut ehrenamtsfreundliche Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz ausgezeichnet. Die Arbeitgeber ermöglichen ihren Mitarbeitern den ehrenamtlichen Einsatz während der Arbeitszeit und unterstützen damit wesentlich den Bevölkerungsschutz. Aus unserer Region wurde die Avira Operations GmbH & Co. KG aus Tettnang ausgezeichnet. Das Unternehmen unterstützt und fördert ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitern, welche bei der Feuerwehr, dem THW und dem DRK aktiv sind.

Dafür bedanken auch wir uns auf das Herzlichste!

https://im.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/erneute-auszeichnung-ehrenamtsfreundlicher-arbeitgeber/ .

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news-26 Tue, 28 May 2019 08:39:00 +0200 Rotes Kreuz im Altkreis wächst weiter /aktuell/presse-service/meldung/rotes-kreuz-im-altkreis-waechst-weiter.html Neue Spinnerei zeichnete sich bei Kreisverbandsversammlung als Projekt ab Von Paul Martin

Wangen
Auch im vergangenen Jahr ist der Kreisverband des Roten Kreuzes in Wangen wieder gewachsen. Mit der Neuen Spinnerei auf dem Landesgartenschaugelände, wo nach der Fertigstellung die Kreisgeschäftsstelle zu finden sein soll, hat der Verband ein großes Projekt vor sich.

,,Die Kaufverträge sind unterzeichnet, Kreditverträge abgeschlossen, der Grundbucheintrag erfolgt." Gleich zu Beginn der Versammlung machte Präsident Stefan Locher deutlich, dass das Projekt "Neue Spinnerei"gut läuft. "Wir sind voll im Plan." Für ihn sei das vor allem deshalb mit Freude verbunden, weil es ohne Einschränkungen im Tagesbetrieb vorankommt. Zu Letzterem konnte er einiges berichten.

So wurde etwa vor kurzem der 800. Hausnotruf installiert. "Die Leute können also zuhause wohnen bleiben, ohne die Angst, eines Tages hinzufallen und nicht mehr aufstehen zu können", betonte Locher den Mehrwert.

Wieder gestiegen seien die Einsatzzahlen der ehrenamtlichen Helfer. Waren es vor fünf Jahren noch 1300 Einsätze, so sind es nun 2600 im Jahr 2018 gewesen. Das liege auch am konsequenten Ausbau des Models "Helfer vor Ort".

Eine Analyse des Landratsamts ergab, dass das DRK beim Bevölkerungsschutz professionell aufgestellt sei. "Wir wollen und werden dem Kreis, dem Land und dem Bund ein verlässlicher Partner sein", versprach der Präsident.

Es vergehe keine Nachrichtensendung ohne die Schlagworte Bildung und Pflege, findet Locher. Mit Kindergärten und dem Pflegedienst sei das DRK auch hier gut aufgestellt. Den Fachkräftemangel bemerke man auch hier. ,,Nichtsdestotrotz ist unser Pflegedienst bei jeder Untersuchung, die gemacht wird, mit der Note 1 dabei."

In Vertretung von Schatzmeister Oliver Hutter stellte Kreisgeschäftsführer Jörg Kuon die Jahresrechnung vor. Sichtlich stolz sagte er: "Die Bilanz sieht gut aus. Unsere Liquidität ist hervorragend." Aus dem Jahresabschluss 2018 konnten Rücklagen in Höhe von 200 000 Euro für die Neue Spinnerei generiert werden. In den Grußworten vom Vize Präsident des Landesverbandes Eberhard Schwerdtner, Landrat Harald Sievers und der Landtagsabgeordneten Petra Krebs (Grüne) kam Dank zum Ausdruck für die Einsatzbereitschaft der Blaulichtfamilie - beispielsweise beim drohenden Hochwasser Anfang der Woche in Wangen -, aber auch für das Engagement des Roten Kreuzes im sozialen Bereich.

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news-25 Mon, 20 May 2019 12:45:00 +0200 JRK KV Wangen Wettbewerb mit Erste Hilfe und mehr /aktuell/presse-service/meldung/jrk-kv-wangen-wettbewerb-mit-erste-hilfe-und-mehr.html Am Samstag den 04.05. veranstaltete das Jugendrotkreuz des DRK Kreisverband Wangen einen Erste Hilfe Wettbewerb. Es nahmen 6 Gruppen aus Leutkirch, Aitrach, Aichstetten und Wangen teil. Trotz des schlechten Wetters traten 3 Kindermannschaften und 3 Teeny Mannschaften hochmotiviert zum Wettbewerb an. Die 6 Aufgabenstationen wurden von der Bereitschaften, der Bergwacht Isny sowie dem Jugendrotkreuz betreut, hierfür herzlichen Dank an alle Helfer.

Die Kids und Teens konnten ihr Können an 3 Erste Hilfe Stationen praktisch beweisen, es gab neben EH auch noch einen Theorietest. Bei der Bergwacht war Geschicklichkeit gefragt, es ging durch einen Parcour mit der Bergwachttrage. Auch wurden die Sinne der Kids gefragt, an einer Station mit Hör-Memory und erfühlen von Gegenständen.

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news-27 Tue, 04 Sep 2018 08:24:00 +0200 Rumänienhilfe Feuerwehr Isny und DRK KV Wangen /aktuell/presse-service/meldung/rumaenienhilfe-feuerwehr-isny-und-drk-kv-wangen.html ISNY - Zwölf ehrenamtliche Helfer aus dem Kreisverband Wangen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und von der Isnyer Freiwilligen Feuerwehr (FFW) waren vergangene Woche zusammen mit DRK-Einsatzleiter Prof.Dr.med. Wolfgang Dieing wieder mit drei Sattelzügen in Rumänien. Geladen hatten sie 28 Tonnen humanitärer Hilfsgüter. Die Transporte organisieren DRK und FFW seit dem Jahr 1990. Auch dieses Mal habe in den Krankenhäusern und beim Roten Kreuz in Timisoara im Westen Rumäniens wieder große Freude geherrscht, als die Helfer ankamen. „Die überbrachten Matratzen, Krankenhausbetten, Bettwäsche und nicht mehr benötigter Klinikbedarf insbesondere, aus Beständen der Oberschwabenklinik wurden mit Begeisterung angenommen“, berichtet Dieing nach der Rückkehr nach Isny. Teilweise Jahresurlaub geopfert

Die zwölf ehrenamtlichen Helfer opferten einen Teil ihres Jahresurlaubs für die Fahrt nach Rumänien. Unter ihnen waren vier Lkw-Fahrer der FFW Isny, die sich zusammen mit zwei weiteren Fahrern ans Steuer von drei Sattelzügen setzten, die die Speditionen Mösle aus Leutkirch und Bilgeri, ansässig in Benningen im Unterallgäu, unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatten. Samt einem Begleitfahrzeug der DRK-Bereitschaft Isny waren die Helfer fünf Tage unterwegs, um mit ihren Hilfsgütern insbesondere die Krankenhäuser im ehemals deutschsprachigen Banat zu unterstützen. Zielort war zum wiederholten Mal das 1.200 Kilometer von Isny entfernte Timisoara, das im Laufe seiner bewegten Geschichte auf Deutsch schon Temeschburg und auf Ungarisch Temesvar geheißen hat. Es liegt im Westen Rumäniens und zählt heute rund 300 000 Einwohner. „Der 28. Hilfstransport seit 1990 stand von vorne herein unter einem guten Stern“, erzählt der Isnyer Einsatzleiter Prof. Dieing gegenüber unserer Redaktion, da das Lager in den ehemaligen Käsekellern im Isnyer Gewerbehof voll gewesen sei. Es wird seit vielen Jahren von den Gebrüdern Immler unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die beiden Speditionen hatten die drei Sattelzüge ab Donnerstag vergangener Woche zum Beladen bereitgestellt. „Und Dank eines 2015 fertiggestellten, neuen Grenzübergangs im Rahmen des Autobahnlückenschlusses zwischen Ungarn und Rumänien kann inzwischen vom Euro-Rastplatz Altmannshofen bis nach Timisoara nahtlos auf Autobahnen gefahren werden – es kam daher auch heuer zu praktisch keinen stau- oder grenzbedingten Aufenthalten“, berichtet Prof. Dieing erfreut. Am Sonntagabend waren die Lkw losgefahren und erreichten über München, Passau, Wien und Budapest am Montagmittag das Ziel in Rumänien. „Am Tag darauf wurden die insgesamt knapp 28 Tonnen humanitärer Hilfsgüter dank zahlreicher Helfer vom Rumänischen Roten Kreuz vor Ort zügig entladen, und unverzüglich an die Krankenhäuser in der Region Timisoara weitergeleitet. Noch immer sind die Krankenhäuser, aber auch die Feuerwehren dort für alles dankbar, was bei uns schlicht entsorgt wird“, schildert Prof. Dieing. Ganz besonders beeindruckt waren Andreas Angele und Lukas Weiler, die heuer das allererste mal mit auf einem Hilfstransport nach Rumänien dabei waren. „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass auch 30 Jahre nach der Wende in einer Großstadt wie Timisoara die Patienten selbst ihre Bettwäsche mit ins Krankenhaus bringen müssen, weil es noch immer an einfachsten Dingen fehlt“, sagte Andreas Angele nach einem Besuch in einer Klinik für Geburtshilfe vor Ort.

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news-28 Tue, 31 Jul 2018 13:37:00 +0200 Die besten Lebensretter kommen aus dem Allgäu /aktuell/presse-service/meldung/die-besten-lebensretter-kommen-aus-dem-allgaeu.html Helfer aus Aichstetten, Isny, Leutkirch und Wangen entscheiden Erste-Hilfe Wettbewerb in Esslingen für sich Rotkreuzhelfer aus dem DRK Kreisverband Wangen haben am vergangenen Samstag den Landesentscheid in Erster-Hilfe in Esslingen für sich entschieden. Die Gruppe der Kreisbereitschaftsleitung konnte sich vor der Gruppe aus Leutkirch den Sieg sichern. Die Leutkircher holten sich neben der zweiten Platzierung auch den Sonderpreis für menschliche Zuwendung.

Das DRK Esslingen hatte am Samstag viel zu tun. Zum einen feierte der Kreisverband seinen 125. Geburtstag, zum zweiten kämpften in der Stadt beim diesjährigen DRK-Landeswettbewerb 16 Gruppen um eine gute Platzierung. Bei anhaltendem Regens stürzten sich die Rot-Kreuz-Aktiven auf ihre Aufgaben. Am Ende konnten sich die „Golden Stars Allgäu“, bestehend aus den Mitgliedern der Kreisbereitschaftsleitung aus dem Kreisverband Wangen, mit 1413 Punkten über den ersten Platz freuen. Sie vertreten nun den DRK-Landesverband Baden-Württemberg bei den „Deutschen Meisterschaften in Erster Hilfe“ am 15. September im nordrhein-westfälischen Siegen.

Den zweiten Platz belegten die Rotkreuzhelfer aus Leutkirch. Sie errangen unter den Augen der Präsidentin des DRK-Bundesverbandes, Gerda Hasselfeldt, darüber hinaus den Sonderpreis für „menschliche Zuwendung“, die während des Wettkampfes in einer Sonderwertung unter besonderer Aufmerksamkeit der Schiedsrichter stand.

Ein gutes Dutzend Stationen mussten die Wettbewerbsteams abarbeiten. Das Aufgabenspektrum umfasste neben der Versorgung von Herzinfarkten, Nierenkoliken und Verletzungen auch Theorieaufgaben. Der bis zum Nachmittag anhaltende Regen erschwerte die Aufgaben, welche fast alle unter freiem Himmel absolviert werden mussten. Doch bei einem echten Einsatz könne man sich das Wetter ja auch nicht aussuchen, so die Teilnehmer.

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news-29 Fri, 08 Jun 2018 10:11:00 +0200 DRK und Rot-Kreuz-Campus ziehen nach Wangen /aktuell/presse-service/meldung/drk-und-rot-kreuz-campus-ziehen-nach-wangen.html Längerer Stromausfall stoppt nicht die DRK-Kreisversammlung in Reichenhofen Reichenhofen - "Blitz und Donner wären zu meiner Begrüßung eigentlich nicht nötig gewesen", mit diesen Worten und heiterer Miene eröffnete Lorenz Menz die Versammlung des DRK Kreisverbandes am Mittwochabend im Hans-Multscher-Haus in Reichenhofen. Der Präsident des Landesverbandes Baden-Württemberg legte auch "gerne" sein Grußwort-Manuskript im Dunkel der Bühne wegen eines fast zweistündigen Stromausfalls zur Seite, um das zu sagen, "was ihm am Herzen liegt". 

Seit 16 Jahren und nun am Ende seiner Amtszeit verfolge er "mit Stolz den kleinen aber feinen Allgäuer Kreisverband, der nicht nur eine großartige Bereitschaftsleistung erbringt, sondern auch über die Grenzen hinwegschauend die Zeichen der Zeit erkannt, und mit der Sozial- und Jugendarbeit sowie mit den Helfern vor Ort Pionierdienste geleistet hat". In dieselbe Kerbe schlug Bürgermeisterin Christina Schnitzler, die für "die vielen bereichern den Begegnungen" und den Ehrenamtlichen dankte, "dem Kapital des Roten Kreuzes". Im Kreis haben sich diese etwa 800 Aktiven im Jahr 2017 insgesamt 100 000 Stunden segensreich für die Menschen eingesetzt.

Seit 1991 ist das Allgäu partnerschaftlich mit dem Verband in Döbeln-Hainichen verbunden. Sein Vertreter, Jörg Hirschel, sieht zunehmend in Sachsen einen bedrohlichen Mangel an Fachkräften und ein Problem der Kostendeckung. Im Grußwort stellte er dagegen anerkennend fest, "dass das Rote Kreuz in Baden-Württemberg gut aufgestellt ist". Dies belegt die seit Jahren mit positiven Zahlen aufwartende Kreisverbandskasse, auch dank "der außerordentlichen Qualität der Buchhaltung", wie Rechnungsprüfer Dominik Schuster berichtete.

Finanzlage lässt Projekte zu 
Die gut gefüllte Kasse lässt nun weitreichende Entscheidungen zu: Mit den zunehmend verschärfenden Forderungen beim Thema "Hilfsfrist" müsse der Kreisverband erheblich mehr Vorleistungen erbringen, so Präsident Stefan Locher in seinem Jahresbericht. Dadurch fehlen mittlerweile Räume für zusätzliche Fahrzeuge, für Ausbildung und Sozialarbeit sowie Erweiterungsmöglichkeiten für die Geschäftsstelle und die Bergwacht.

Nach mehrfachen Beratungen und Abwägungen aller Möglichkeiten hat das Präsidium einstimmig im Mai folgendes beschlossen: Die Geschäftsstelle wird nach Wangen verlegt und soll in der neuen Spinnerei auf dem Erba-Gelände im ersten Stock ein Areal von 380 Quadratmetern bekommen. In dieser zentraleren Lage werde dann auch die Kooperation mit den Kreisverbänden Ravensburg und Bodensee erleichtert. Im Erdgeschoss sind zusätzlich 360 Quadratmeter für ein "Rot-Kreuz-Campus" als Stätte für Aus- und Fortbildung sowie Begegnungen vorgesehen. Das Gebäude in Isny soll zum Verkauf ausgeschrieben werden, für die Bergwacht wird eine alternative Lösung gesucht.

Investition von 2,5 Millionen Euro 
Außerdem ist geplant, beide Gebäudeteile in der Spinnerei (Fertigstellung Ende 2020) käuflich zu erwerben, was eine Gesamtinvestition von etwa 2,5 Millionen Euro bedeutet. Abzüglich des Eigenkapitals aus Rücklagen und dem Verkauf von Gebäuden (Isny und Wangen) in Höhe von circa 950 000 Euro müssen daher 1,55 Millionen Euro mit Darlehen finanziert werden. Bis zum Herbst werden konkretere Zahlen erwartet, über die dann in einer Sondersitzung der Kreisversammlung entschieden werden soll.

Von Karl-Heinz Schweigert

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news-30 Mon, 23 Apr 2018 08:24:00 +0200 Vom Sterben, Begraben und Beileid wünschen /aktuell/presse-service/meldung/vom-sterben-begraben-und-beileid-wuenschen.html Der Leutkircher Imam Erdal Akdeniz spricht beim Roten Kreuz über Tod und muslimische Trauerkultur Leutkirch – „Es hat uns damals alle sehr beschäftigt“ erzählt Stefanie Vergens vom Roten Kreuz. „Ein kleiner Bub ist gestorben und als die Rettungskräfte noch da waren, war das Haus plötzlich voller fremder Menschen und sie wussten nicht recht, wie sie sich verhalten sollten.“ Immer wieder auftretende Unsicherheiten beim Umgang mit Muslimen, auch bei Verletzten oder gebrechlichen, alten Menschen, hatte dazu geführt, den hiesigen, türkischen Imam zu einem der 14-tägig stattfindenden Dienstabende beim Ortsverein Leutkirch einzuladen. Passend zur bald beginnenden interkulturellen Woche. „Schließlich wohnen wir ja nebeneinander“, so Vergens, „und wissen so gar nichts vom anderen“.

Erdal Akdeniz, der zwar erst zwei Monate seiner fünfjährigen Leutkircher Amtsperiode hinter sich hat, war gern bereit, über Tod, Begräbnis und die muslimische Trauerkultur zu erzählen. Er und Ali Kaplan, Vorsitzender der Leutkircher Moschee, staunten am Dienstagabend dann gewaltig über die mehr als 30 anwesenden Zuhörer. Ehrenamtliche Rotkreuzler, Helfer vor Ort, aber auch Rettungssanitäter von der Rettungswache und Mitglieder vom Jugendrotkreuz waren gekommen, zeigten großes Interesse und stellten immer wieder Zwischenfragen. Ob auch die Fenster geöffnet werden, wenn jemand verstorben sei („Nein, das machen Muslime nicht“), ob man als Deutscher auch ins Haus kommen soll, um Beileid zu wünschen („Unbedingt, und gerne darf man etwas zu essen und trinken mitbringen!“) und wo Muslime hier begraben werden („Das geht nur in Ravensburg“). Vieles ist gar nicht so unterschiedlich zur hiesigen Beerdigungskultur, etwa die dreitägige Wartezeit, die Waschung oder das Beerdigen im Sarg. Manches ist aber doch fremd, nämlich das ständige Vorlesen aus dem Koran, die Ausrichtung des Grabes Richtung Mekka und das Ablegen eines Metallstücks auf der Brust des Toten, damit die Seele nicht weg kann, bis der Vorbeter (Imam) eintrifft, der die Koranverse liest. Auch Beerdigungen ohne Sarg sind bei Muslimen üblich. Die bei uns immer mehr zunehmenden Feuerbestattungen gibt es bei Muslimen allerdings gar nicht.

Dass immer mehr Muslime ihre Toten hierzulande beerdigen wollen und sie nicht ins Heimatland überführen möchten, ist ein Trend, der deutschlandweit zunimmt. Die Beziehungen zur Türkei würden schwächer, die Menschen möchten dort beerdigt sein, wo sie gelebt haben. Ende 2015 lebten mehr als vier Millionen Muslime in Deutschland. Der prozentuale Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt damit etwas über fünf Prozent. 960 Moscheen gäbe es in Deutschland, allein 90 in Baden-Württemberg, so Kaplan. Allein in Berlin fanden im Jahr 2016 insgesamt 333 Menschen auf muslimischen Grabfeldern die letzte Ruhe. Zehn Jahre zuvor waren es noch 177 gewesen. In Leutkirch waren es in den letzten Jahren 15 Muslime, die verstorben sind, Erdal Akdeniz hat in seiner zweimonatigen Amtszeit auch schon eine Beerdigung abgehalten.

In Leutkirch selbst finden die Toten aber nicht ihre letzte Ruhe. Der nächstgelegene muslimische Friedhof ist in Ravensburg. „Derzeit gibt es Verhandlungen mit der Stadt über eine kleine Fläche auf dem Waldfriedhof“, erzählt Ali Kaplan und freut sich, dass es vielleicht bald möglich sein wird, die muslimischen Toten in Leutkirch zu begraben. Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, habe die Bestattung nach islamischem Ritus bei gleichzeitiger Einhaltung der deutschen Gesetze als ein „starkes Zeichen“ dafür gewertet, dass Muslime und der Islam zu Deutschland gehörten.

Die Leutkircher Rotkreuzler wollten an diesem Dienstabend noch viel wissen, auch über die Aufgaben und Lebensweisen der Imame hierzulande. Sie erfuhren, dass sie – und somit auch Erdal Akdeniz – in Leutkirch immer über der Moschee wohnen, dass es für Wangen und Bad Wurzach eigene Imame gibt, dass die Freitagsgebete in der Ottmannshofer Straße 8 wöchentlich stattfinden, und dass für Beschneidungen und Islamuntericht für Kinder auch der Imam zuständig ist. Am Ende der Gesprächsrunde erhielten die beiden Leutkircher Muslime viel Applaus und erteilten auch gleich eine Einladung zum „Tag der offenen Moschee“ am 6. und 7. Juli. Sicher wird nach diesem Abend dort der ein oder andere Leutkircher Rotkreuzler auftauchen.   

Von Christine King

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news-31 Mon, 26 Feb 2018 20:31:00 +0100 Die kleine Marie hatte es mehr als eilig /aktuell/presse-service/meldung/die-kleine-marie-hatte-es-mehr-als-eilig.html Ungeplante Hausgeburt in Neuravensburg machte Einsatz eines DRK-Helfer vor Ort nötig Neuravensburg - Marie, das dritte Kind von Katrin und Tobias Brändle, hat seinen Eltern keine Zeit gelassen. Keine Zeit, um wie geplant zur Geburt ins Wangener Krankenhaus zu fahren. Bis der alarmierte Rettungswagen anrückte, war Marie schon entbunden. "Geburtshelfer" waren Vater Tobias und DRK-vor-Ort-Helfer Daniel Schoch.

Ein Storch und eine Wäscheleine mit Babybekleidung vor der Haustür künden von einem neuen Erdenbürger. "Herzlich willkommen Marie", heißt es auf einem Schild. Marie hatte es eilig, am frühen Morgen des 27. Januar. "Wir haben um halb fünf Uhr die Oma angerufen und wollten die Kinder zu ihr bringen", erzählt Mutter Katrin Brändle. Zum "Kinder bringen" und "ins Krankenhaus fahren" ist es nicht mehrgekommen. Um 4.54 Uhr war Marie da, inmitten ihrer Familie und - in den letzten Minuten vor ihrer Geburt - begleitet von DRK-Helfer vor Ort, Daniel Schoch.

So ein "wengele Panik", gesteht Tobias Brändle, war schon dabei, als seine Frau Katrin ihm eröffnete: "Es wird nicht mehr reichen. Das Kind kommt jetzt." Zwischen 4.45 Uhr und 4.50 Uhr setzte er den Notruf ab. Drei Minuten später stand Daniel Schoch vor der Tür.

Der siebenjährige Moritz musste öffnen. "Ich war gottfroh, als ich den roten Kittel sah", sagt Tobias Brändle. Zu diesem Zeitpunkt war das Köpfchen bereits sichtbar. "Für mich war das Wichtigste, dass das Kind rauskommt und atmet", merkt Katrin Brändle an.

Auch Moritz und Julia (3) waren bei der Ankunft ihrer Schwester im Hintergrund mit dabei. Bis der Rettungswagen eintraf, war die kleine Marie mit ihren 3600 Gramm und 53 Zentimetern bereits abgenabelt und warm verpackt. Mutter und Kind traten den Weg ins Krankenhaus an, wo sie noch zwei Tage verbrachten.

Steht denn nun "Schwarzenbach" oder "Neuravensburg" als Geburtsort in den Unterlagen? "Nein", antwortet Katrin Brändle schmunzelnd: "Da die Nachversorgung in Wangen stattfand, ist "Wangen" ihr Geburtsort." Als "Hebamme" wurde aber "Tobias Brändle mit Team" erwähnt.

"Teammitglied" Daniel Schoch, auch Abteilungskommandant der Feuerwehr Neuravensburg, spricht von einer "kurzen Geschichte". Für den dreifachen Vater war es - abgesehen vom "Dabeisein" bei den eigenen Kindern - die erste Geburt und nichts, was ihn aus der Ruhe gebracht hätte: "Man lernt es im Rahmen der Ausbildung. Zudem ist es selbsterklärend, wenn die Lage des Kindes normal ist."

Sehr häufig sind es "nicht so schöne Sachen", die ihn - als einem von zwei Helfern vor Ort des Deutschen Roten Kreuzes in Neuravensburg - in die Häuser rufen: "2017 hatten wir in unserem Einsatzgebiet, das von Neuravensburg, Achberg und bis an die Grenzen der Ortschaft Schomburg reicht, 167 Einsätze." Darunter waren auch sieben Reanimationen.

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news-32 Tue, 16 Jan 2018 09:48:00 +0100 Und plötzlich kam Leo... /aktuell/presse-service/meldung/und-ploetzlich-kam-leo.html Am 1. Geburtstag zu Besuch auf der Leitstelle Wir erwarteten unser zweites Kind und als Mutter und ausgebildete Krankenschwester fühlte ich mich bestens darauf vorbereitet. Die Vorfreude war groß. Doch dann ging alles so schnell. Die Wehen kamen ganz plötzlich, sehr stark - ich sackte im kalten Flur unseres Hauses zusammen, schrie nach meinem Mann, unfähig mich zu bewegen. Er rief sofort den Rettungsdienst an, völlig hilflos versuchte er der Stimme am Telefon zu vermitteln, was bei uns los war und mich zu beruhigen. Daniel – heute weiß ich, dass er unser „Geburtshelfer“ war – gelang das binnen Sekunden. Er stellte keine überflüssigen Fragen. Nach dem Erfassen der Situation leitete er meinen Mann sehr professionell an.

Ich werde Ihnen genau sagen, wie Sie bei der Geburt des Babys helfen können. ... „Legen Sie jetzt die Innenseite Ihrer Hand vor die Scheide, um zu verhindern, dass der Kopf des Babys zu schnell geboren wird. ... Denken Sie daran, das Baby kann sehr glitschig sein. Lassen Sie es nicht fallen. ... Das machen Sie sehr gut ... Ich höre das Kind, Sie sind ein Superteam ... Ein Junge??? Ihr Sohn ist um 23.53 Uhr auf die Welt gekommen. Herzlichen Glückwunsch.“

Alles ist wie ein Traum, ein Hörbuchausschnitt, der von uns erzählt, unauslöschlich und für immer in meinem Gedächtnis sein wird. Danke Daniel!

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Immer wieder kommen Kinder ganz plötzlich irgendwo zur Welt. Die Unterstützung bei Spontangeburten ist fester Bestandteil der Ausbildung unserer Spezialisten der Notrufbearbeitung. Wenngleich eine Geburt etwas ganz Natürliches ist, sie birgt Gefahren für Mutter und Kind. Meist schaffen wir es mit dem Rettungswagen dann noch in die nächste Geburtshilfeklinik. Aber wie in dem Fall von Familie M ist dazu oft keine Zeit. Vor Ort und auch am Telefon gilt es nicht nur die Geburt durchzuführen oder die werdende Mutter korrekt zu betreuen, sondern für Vertrauen bei allen Beteiligten zu sorgen, die Angst zu nehmen und eine lebensnotwendige Erstversorgung des Säuglings zu gewährleisten. Nicht nur Leben retten, sondern auch neues Leben beim ersten Atemzug begleiten ist unsere schönste Herausforderung.

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