Kreisverband Wangen e.V.

Rumänien 2004

Hilfe die ankommt!

Rumänientransport 2004

Rotes Kreuz
Hilfsgüter wurden dankbar angenommen

So früh wie nie erreichte der Hilfstransport des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Wangen, mit 34 Tonnen Hilfsgütern in der vergangenen Woche das 1.200 km entfernte Timisoara (Temeschburg) im Westen Rumäniens. Insgesamt dreizehn Helfer waren mit zwei Sattelzügen der Firmen Roos/Bilgeri bzw. Riegger/Ranz sowie zwei Begleitfahrzeugen sechs Tage unterwegs, um mit ihren Hilfsgütern insbesondere mittellose Rentner, Straßenkinder und psychiatrische Patienten im ehemals deutsch­sprachigen Banat zu unterstützen.

Durch den Beitritt Ungarns zur EU ist der Grenzaufenthalt zwischen Wien und Budapest weg gefallen. Hier sind wir schon einmal sieben Stunden gestanden, so Einsatzleiter Johann Wachter gegenüber unserer Zeitung. Der Hilfstransport bestand aus mehreren Tonnen Infusionslösungen und lebenswichtigen Medikamenten, sowie Grundnahrungsmittel. Die Rentner und ehemaligen Straßenkinder waren dankbar und glücklich, dass man sie noch nicht vergessen hat. Dafür möchte sich die Bevölkerung Rumäniens auf diesem Weg ganz besonders bei den Spendern bedanken.
                                                 
Neben der Eigeninitiative des hiesigem Roten Kreuzes wurde der Transport auch in diesem Jahr von Familie Pfeffer aus Tannau (Bodenseekreis) unterstützt, die ihrerseits in den vergangenen Monaten Hilfsgüter für die Armenküche in Temeswar sammelten.

Empfänger der Hilfslieferung war das Rote Kreuz in Temeschwar. Erstmals vor Ort war eine Inspektorin der Rumänischen Roten Kreuzes aus Bukarest, die das Entladen und die anschließende Verteilung der Hilfsgüter an die Empfänger überwachte. Sie äußerte große Anerkennung über die Organisation, Durchführung und Inhalt des Tranportes aus dem Allgäu.

Aufgrund des langjährigen Kontaktes kann die Zusammenstellung der Hilfsgüter auf den Bedarf vor Ort abgestimmt werden. So fanden zum Beispiel die im Juni in der hiesigen Bevölkerung gesammelten Zudecken dankbare Abnehmer.

Generell konnten die am Hilfstransport beteiligten Helfer erneut Fortschritte seit dem Transport vom letzten Jahr erkennen. Die Straßen und Tankstellen entsprechen zwischenzeitlich unserem Standard. Derzeit werden in den Großstädten die Häuser und Plätze renoviert. Die Warenregale sind voll. Es gibt praktisch alles zu kaufen - nur die Warenpreise sind für die meisten Bewohner Rumäniens, insbesondere die Waisenkinder und die Rentner praktisch unbezahlbar. Die alten Menschen können kaum ihre Miete bezahlen. Da bleibt den meisten für Nahrungsmittel oder Heizmaterial nichts mehr übrig.

Nach den guten Erfahrungen in diesem Jahr, wird es vermutlich auch im nächsten Jahr wieder einen Hilfstransport geben.

Für Spenden, insbesondere zum Kauf von Nahrungsmitteln und Heizmaterial für den kommenden Winter, steht beim DRK-Kreisverband das Sonderkonto 70 668 051 bei der Volksbank Allgäu West (BLZ 650 920 10) zur Verfügung.


Erstellt von: Version: 11.06.2007 © 2008 DRK Kreisverband Wangen e.V.