Rotes
Kreuz
Hilfsgüter wurden dankbar angenommen
So früh wie nie erreichte der Hilfstransport des Deutschen Roten
Kreuzes, Kreisverband Wangen, mit 34 Tonnen Hilfsgütern in der
vergangenen Woche das 1.200 km entfernte Timisoara (Temeschburg) im
Westen Rumäniens. Insgesamt dreizehn Helfer waren mit zwei Sattelzügen
der Firmen Roos/Bilgeri bzw. Riegger/Ranz sowie zwei Begleitfahrzeugen
sechs Tage unterwegs, um mit ihren Hilfsgütern insbesondere mittellose
Rentner, Straßenkinder und psychiatrische Patienten im ehemals
deutschsprachigen Banat zu unterstützen.
Durch
den Beitritt Ungarns zur EU ist der Grenzaufenthalt zwischen Wien und
Budapest weg gefallen. Hier sind wir schon einmal sieben Stunden
gestanden, so Einsatzleiter Johann Wachter gegenüber unserer Zeitung.
Der Hilfstransport bestand aus mehreren Tonnen Infusionslösungen und
lebenswichtigen Medikamenten, sowie Grundnahrungsmittel. Die Rentner
und ehemaligen Straßenkinder waren dankbar und glücklich, dass man sie
noch nicht vergessen hat. Dafür möchte sich die Bevölkerung Rumäniens
auf diesem Weg ganz besonders bei den Spendern bedanken.

Neben der Eigeninitiative des hiesigem Roten Kreuzes wurde der
Transport auch in diesem Jahr von Familie Pfeffer aus Tannau
(Bodenseekreis) unterstützt, die ihrerseits in den vergangenen Monaten
Hilfsgüter für die Armenküche in Temeswar sammelten.
Empfänger der Hilfslieferung war das Rote Kreuz in Temeschwar. Erstmals
vor Ort war eine Inspektorin der Rumänischen Roten Kreuzes aus
Bukarest, die das Entladen und die anschließende Verteilung der
Hilfsgüter an die Empfänger überwachte. Sie äußerte große Anerkennung
über die Organisation, Durchführung und Inhalt des Tranportes aus dem
Allgäu.
Aufgrund des langjährigen Kontaktes kann die Zusammenstellung der
Hilfsgüter auf den Bedarf vor Ort abgestimmt werden. So fanden zum
Beispiel die im Juni in der hiesigen Bevölkerung gesammelten Zudecken
dankbare Abnehmer.
Generell konnten die am Hilfstransport beteiligten Helfer erneut
Fortschritte seit dem Transport vom letzten Jahr erkennen. Die Straßen
und Tankstellen entsprechen zwischenzeitlich unserem Standard. Derzeit
werden in den Großstädten die Häuser und Plätze renoviert. Die
Warenregale sind voll. Es gibt praktisch alles zu kaufen - nur die
Warenpreise sind für die meisten Bewohner Rumäniens, insbesondere die
Waisenkinder und die Rentner praktisch unbezahlbar. Die alten Menschen
können kaum ihre Miete bezahlen. Da bleibt den meisten für
Nahrungsmittel oder Heizmaterial nichts mehr übrig.
Nach den guten Erfahrungen in diesem Jahr, wird es vermutlich auch im
nächsten Jahr wieder einen Hilfstransport geben.
Für
Spenden, insbesondere zum Kauf von Nahrungsmitteln und Heizmaterial für
den kommenden Winter, steht beim DRK-Kreisverband das Sonderkonto 70
668 051 bei der Volksbank Allgäu West (BLZ 650 920 10) zur Verfügung.
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