Rotes
Kreuz
Hilfsgüter wurden dankbar angenommen
ISNY
(Di)
Reibungslos erreichte das Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Wangen,
mit 33 Tonnen Hilfsgütern in der vergangenen Woche das 1.200
km
entfernte Timisoara(Temeschburg) im Westen Rumäniens. Insgesamt
zwölf
Helfer waren mit einem Sattelzug der Firma Natterer (Leutkirch) bzw.
Bilgeri (Benningen), einem Hängerzug des DRK-Kreisverbands Ludwigsburg
sowie zwei Begleitfahrzeugen sechs Tage unterwegs, um mit ihren
Hilfsgütern insbesondere mittellose Rentner und psychiatrische
Patienten
im ehemals deutschsprachigen Banat zu unterstützen.
Nach den Schwierigkeiten an den Grenzen in den vergangenen Jahren
waren
wir froh, dass dieses Jahr alles reibungslos klappte, so Einsatzleiter
Johann Wachter gegenüber unserer Zeitung. Wir waren bereits im
April
privat in Rumänien, so Wachter weiter, und erfuhren so, dass
es
insbesondere in der psychiatrischen Klinik von Gataia, 40 km westlich
von Timisoara an Betten und Matratzen fehlte. Diese waren schnell
organisiert. Darüber hinaus wurden mehrere Tonnen Infusionslösungen
und
lebenswichtige Medikamente und Grundnahrungsmittel mit auf den Transport
genommen. Im vergangenen Monat brach das rumänische Gesundheitswesen
wieder einmal zusammen, so dass sich an den Apotheken lange Schlangen
bildeten.
Die Rentner und ehemaligen Straßenkinder waren dankbar und glücklich,
dass man sie noch nicht vergessen hat. Dafür möchte sich
die Bevölkerung
Rumäniens auf diesem Weg ganz besonders bei den Spendern bedanken,
so
der begleitende DRK-Kreisverbandsarzt, Dr. Wolfgang Dieing aus Isny
im
Pressebericht.
Neben der Eigeninitiative des hiesigem Roten Kreuzes wurde der Transport
auch in diesem Jahr von Mathilde Pfeffer aus Tannau (Bodenseekreis)
unterstützt, die ihrerseits in den vergangenen Monaten Hilfsgüter
für
die Armenküche in Temesvar sammelte. Sie begleitete die Hilfsaktion
zusammen mit ihrer Tochter, die derzeit ihr freiwilliges soziales
Jahr
in Rumänien absolviert, persönlich.

Generell
konnten die am Hilfstransport beteiligten Helfer erneut
Fortschritte seit dem Transport vom letzten Jahr erkennen. Die Straßen
und Tankstellen entsprechen zwischenzeitlich unserem Standard. Derzeit
werden in den Großstädten die Häuser und Plätze
renoviert. Die
Warenregale sind voll. Es gibt praktisch alles zu kaufen - nur die
Warenpreise sind für die meisten Bewohner Rumäniens, insbesondere
die
Waisenkinder und die Rentner praktisch unbezahlbar. Die Inflationsrate
stieg nach 30% im Vorjahr nur noch um 12%. An den Wechselstuben kostete
ein Euro 36.000 rumänische Lei. Letztes Jahr waren es 32.000
Lei! Die
Renten wurden aber in der Vergangenheit nur unwesentlich erhöht.
Die
alten Menschen können kaum ihre Miete bezahlen. Da bleibt den
meisten
für Nahrungsmittel oder Heizmaterial nichts mehr übrig.
Auch im nächsten Jahr soll es wieder einen Hilfstransport geben.
Wolldecken und sonstige pflegeleichte Zudecken stehen bereits auf
der
dringlichsten Wunschliste der Kliniken.
Für Spenden, insbesondere zum Kauf von Nahrungsmitteln und Heizmaterial
für den kommenden Winter, steht beim DRK-Kreisverband das Sonderkonto
70
668 051 bei der Volksbank Allgäu West (BLZ 650 920 10) zur Verfügung.
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