Jahresbericht 2008 der Kindertagesstätte Piepmatz
Januar: Auch in diesem Jahr begannen wir mit einer Bedarfsgruppe in der ersten Januarwoche. Unsere Leiterin musste sich erneut einer Hand-OP unterziehen und war für mehrere Wochen nicht einsatzfähig. Am 23. war das Gesundheitsamt anlässlich der Einschulungsuntersuchung im Haus. Die Fasnetssaison war in diesem Jahr sehr kurz und unsere KiTa-Fasnetsfeier stand unter dem Motto „Kunterbunt“. Es war freie Kostümwahl und so tummelten sich am 31. Cowboys, Indianer, Prinzessinnen und Hexen bei lustigen Spielen und leckeren Snacks in der KiTa.
Februar: Nachdem der Arzt des Gesundheitsamtes die Schuluntersuchung abgeschlossen hat, findet ein sog. „Runder Tisch“ statt. Erzieherinnen, die Kooperationslehrerin, der Arzt des Gesundheitsamtes und ggf. die Spracherzieherin tauschen sich über die Untersuchungs- und Beobachtungsergebnisse aus. Dadurch wird sichergestellt, dass die Schulreife der Kinder von mehreren Fachkräften beurteilt wurde und den Eltern eine begründete Empfehlung zur Einschulung gegeben werden kann. Über den ganzen Februar hinweg fanden die Elterngespräche zur Entwicklung der Kinder statt. Am 27. war ein Treffen der Leiterinnen der Ganztageseinrichtungen aus dem Landkreis anberaumt. Der fachliche Austausch untereinander gibt immer neue Impulse für die eigene Arbeit – zudem wir immer deutlich, wie engagiert unser träger sich für die Belange der Kindergärten einsetzt. Da werden wir oft beneidet!!
März: Der März stand ganz im Zeichen unserer Ostervorbereitungen. Am 11. bot der Elternbeirat ein Osterbasteln an. Zusammen mit ihren Kindern fertigten die Mütter Osterdekorationen an. Der Helfertag am 15. wurde wieder von allen Kolleginnen genutzt das Wissen über den Infektionsschutz aufzufrischen. Unsere Osterfeier in der KiTa ist immer ein Höhepunkt im Frühjahr. Schon morgens zieht der Duft von frisch gebackenem Hefeteig durch das Haus. Nachdem die Kinder in ihrer Gruppe erfahren haben warum wir Ostern feiern, treffen sich alle in der Turnhalle, welche frühlingshaft dekoriert wurde. Dort wird gemeinsam gesungen und dann das leckere Osterbrot gegessen. Währenddessen ist der Osterhase fleißig und versteckt die Osternestchen im Garten. Ist er damit fertig, so spickelt er (seit vielen Jahren ein großer Stoffhase) durch das Oberlicht an der Turnhalle und die Kinder rufen und hüpfen vor Freude. Dann dürfen die Kinder nacheinander in kleinen Gruppen zum Suchen in den Garten. Die Jüngsten zuerst – die Ältesten zum Schluss. Und noch eine Überraschung gab es: wir durften eine Vogelnestschaukel anschaffen – die Stadt Leutkirch ist eingesprungen und hat den Verlust des Weihnachtsmarktes aufgefangen und den Kauf ermöglicht! Vom 25.-28.03. begaben sich die Teams vom Piepmatz und vom Firlefanz in Klausurtagung ins Kreuztal und stellten das Qualitätshandbuch fertig.
April: Am 1. April nahm unsere neue Kollegin Barbara Weizenegger ihren Dienst in der Regelgruppe auf. Unsere Kollegin Miriam Hirscher verließ uns in den Mutterschutz und Ramona Warnke war in die Ganztagesgruppe gewechselt. Mit unseren „Kischus“ besuchten wir am 17. eine ganz besondere Ausstellung in Weingarten. Das „Mathematikum“ machte dort Station und für die Kinder war Mathematik hautnah erfahrbar. Aufregende Experimente zu Geometrie, Mengenlehre und Mechanik begeisterten die Kinder über eine Stunde lang.
Mai: Im Mai sind viele Feiertage und die Arbeit in der KiTa erfährt dadurch einige Unterbrechungen. Unser Jahresthema „Die Farben“ war dennoch in vielen Angeboten und Aktionen erlebbar gemacht worden. Im Hinblick auf die 1. Kinderkulturwoche in Leutkirch, vertieften wir die Geschichte vom „Blauland“ – einer wundervollen Geschichte über Toleranz und Anderssein. Die Kinder bastelten die „Fizzlipuzzlis“ und mischten kräftig die Farben.
Juni: Die Ergebnisse waren dann im Schaufenster vom Foto-Thanner zu bestaunen. Die Kinderkulturwoche fand vom 9.-14. Juni statt und in ganz Leutkirch waren an diesen Tagen kreative Mitmachangebote zu finden. Der Besuch bei der Bäckerei Wandinger am 03. Juni setzte unsere Reihe von Kischu-Aktionen fort. Die Kinder lieben es sehr, wenn sie diese Ausflüge machen dürfen und beim Bäcker in die Backstube schauen können. Am 12. konnten sie mit dem Förster durch den Wald streifen und am 17. gab es große Aufregung – die Polizeiwache und die Zelle im Keller dort wurde besichtigt. Wir wünschen allen Kindern, dass dies der einzige Besuch einer Gefängniszelle in ihrem Leben war! Ebenfalls in diesem Monat konnte das Erzieherinnenteam die Praxis Wipfler besuchen. Herr Wipfler ist niedergelassener Kinder-und Jugendtherapeut und berichtete uns über seine Arbeit. Nun wissen wir besser, wann ein Therapeut mit seiner Fachlichkeit Hilfe und Unterstützung bietet.
Juli: Das Thema „Kindeswohlgefährdung“ ist in unserer Arbeit stets präsent. Zwischenzeitlich wurden Vereinbarungen zwischen Trägern und dem Kreisjugendamt geschlossen, in welchen das Procedere im Fall eines Verdachts beschrieben ist. Am 01. Juli informierte das LRA offiziell darüber. Die Betreuung von unter Dreijährigen könnte in Zukunft auch ein Thema für unsere KiTa sein. Am 3.+4. Juli besuchte die Leiterin eine Fortbildung des LRA zu diesem Thema. Ein wichtiges Ereignis für die Eltern unserer Kinder war die Zukunftswerkstatt der Stadt Leutkirch am 04. Juli. Um Daten für den in Auftrag gegeben Familienbericht zu erheben, wurden alle Eltern von Kindern zwischen 0 und sechs Jahren in den Kubus am Gymnasium eingeladen. Wünsche und Sorgen konnten in verschiedenen Workshops geäußert werden und fanden so direkt Eingang in den Bericht. Die Leiterin arbeitet im Auftrag der Geschäftsleitung in verschieden Gremien in Leutkirch mit. Durch diese Vernetzung in der örtlichen Jugendhilfelandschaft kann zum Einen die Lobbyarbeit für die Kindergärten zum Anderen auch eine innovative Entwicklung in der KiTa vorangetrieben werden. Am 05. Juli feierten wir unser Sommerfest. Eröffnet wurde das Farbenfest mit einem Farbenfrühstücksbüffet, zu dem ausnahmslos alle Eltern einen Beitrag leisteten! Viele bunte Aktionen – Malen, Tanzen, Geschicklichkeitsspiele, Kostümfotos und ein Luftballonflugwettbewerb rundeten das Fest ab. Am 08. Juli wurden von den Müttern Schultüten gebastelt und am 22. informierten wir die Eltern der neu aufzunehmenden Kinder über alles, was ihr Kind im neuen Lebensabschnitt erwartet. Ein Höhepunkt fand am 24. – 25. statt – die Übernachtung der Kischus im Kindergarten.
August: Der letzte Kindergartentag in diesem Kindergartenjahr hatte noch etwas besonderes: es war Spielzeutag und das Motto lautete „Alles was rollt“. So durften die Kinder ihre Fahrzeuge in den Kindergarten mitbringen. Puppenwägen, Rutscherautos und Fahrräder sorgten für viel Verkehr auf dem Gelände! So konnten sich alle zufrieden und glücklich in die verdienten Sommerferien verabschieden.
September: Am 01. September begann das neue Kindergartenjahr und wir konnten Rafael Bergmeier als neuen Zivi bei uns begrüßen. Eingearbeitet wurde er von der zuständigen Kollegin. Bereits am 09. fand unser erster Elternabend statt. Ein neuer Elternbeirat wurde gewählt und wir Stellten unsere Arbeit für das Kindergartenjahr vor. In Planung war das „Frühstücksbüffet“ für die Kinder. Das neue Jahresthema ist „Rundherum gesund“. Körper, Geist und Seele benötigen unterschiedliches „Futter“ um gesund zu bleiben. Wir möchten bei den Kindern hierfür das Bewusstsein wecken und sie für ihre Bedürfnisse sensibilisieren. Am 20.09. fand in Ravensburg die Landesversammlung statt. Zwei unserer Kolleginnen vertraten in weißer Dienstbluse die DRK KiTas und informierten mit Schautafeln die Delegierten über den Nutzen der KiTa-Trägerschaft.
Oktober: Das Erntedankfest ist in jedem Jahr Anlass für uns sich mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen. Die Kinder bringen ein Stück Obst oder Gemüse mit und gemeinsam wird daraus eine Mahlzeit zubereitet. Das war auch der Startschuss für unser Frühstücksbüffet. Gesponsert vom Kaufmarkt/Feneberg können die Kinder in der KiTa sich an einem Vollwertbüffet bedienen. Obst – und Müslitage wechseln ab und der Vielfalt und Phantasie bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt. Im neuen Kindergartenjahr beginnt auch der „Kischu-Treff“. Unsere zukünftigen Schulanfänger können bei diesen wöchentlichen Treffen ihr Können unter Beweis stellen. An acht Terminen kommt die Kooperationslehrerin der GHS Adenauerplatz zu den Kischus. In diesem Jahr konnten wir sogar eine zweite Koop-Lehrerin gewinnen, da wir gleich viele Kinder haben die in die Grundschule am Oberen Graben eingeschult werde. Neu ist auch, dass wir regelmäßig einen Sonderschullehrer bei uns im Hause haben, der mit einigen Kindern gezielte Sprachförderung durchführt. Da viele der Eltern, welche ihre Kinder bei uns betreuen lassen Vollzeit berufstätig sind, ist es oft schwierig für sie, einen regelmäßigen Therapeutenbesuch zu gewährleisten. Am 15. besuchte eine Mitarbeiterin das Faustlos-Forum. Der Verein Deine Power hat in den vergangenen Jahren viele Fortbildungen für Erzieherinnenin diesem Gewaltpräventionsprogramm bezahlt. Das Forum dient zum Erfahrungsaustausch und wurde von unserer Leiterin organisiert. Am darauf folgenden Samstag konnten wir Herrn Dr. Schick, den leitenden Fachmann fürs Faustlos in Deutschland, für eine weitere Fortbildung von Erzieherinnen in der KiTa begrüßen. Vom 27. – 31. Oktober – in den Herbstferien – absolvierten das Piepmatz-Team gemeinsam mit dem Team vom Firlefanz die vorgeschriebene Fortbildung zum neuen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in Kindertagesstätten. Die Fortbildungseinheiten werden gemeinsam und in drei Blöcken absolviert. Der Vorteil dabei ist, dass alle Kolleginnen den gleichen Wissensstand erlangen und die Arbeit gemeinsam reflektieren und weiterentwickeln können. Herr Kuon hatte sich dafür bei der Stadt eingesetzt – herzlichen Dank!
November: Damit man gesund bleibt, muss auch die Seele gepflegt werden und diese braucht emotionales Futter. Unsere Fest- und Feiergestaltung trägt diesem Bedürfnis Rechnung und das Laternenfest war mit der stimmungsvollen Sterntaler Aufführung der Erzieherinnen und dem anschließenden Umzug sehr gelungen. Leider gab es auch wieder einen Mitarbeiterwechsel. Barbara Weizenegger, welche erst im Frühjahr zu uns gekommen war, wechselte in eine Leitungsstelle. Ihre Stelle blieb einge Wochen unbesetzt, da die Bewerberauswahl viel Zeit in Anspruch nahm. Es hatten sich über 30 Erzieherinnen beworben! In unseren Koop – Schule wurden in diesem Monat auch die Elternabende für die Kischu-Eltern angeboten. Bei jedem Abend war auch eine Erzieherin anwesend, damit Fragen schnell beantwortet werden konnten.
Dezember: Der Weihnachtsmonat bringt immer besonders viel Arbeit mit sich, denn seit einigen Jahren betreiben wir ja einen Stand auf dem Leutkircher Weihnachtsmarkt. Mit Unterstützung der Eltern konnten wir in diesem Jahr einen guten Gewinn erzielen und für unsere Kinder gab es ein neues Ballbad! Die Adventszeit ist auch die Zeit der Geheimnisse, der besonderen Düfte und die Zeit der Besinnung. Auch der Nikolaus besuchte wieder die Kinder. Sie führten Lieder und Gedichte vor und wurden wie jedes Jahr mit einem Säckchen voll mit Leckereien belohnt. Der 23. war dann unser letzter Arbeitstag und wir schlossen das Jahr mit einer wunderbaren Weihnachtsfeier zusammen mit den Kindern, denn das Christkind hatte schon einen Sandspieltisch und, als Spende der Leutkircher Bank, eine Herde Holzpferdchen gebracht.
