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Aktuelles

1 Jahr Tafelladen Wangen


Der Tafelladen „Hand in Hand“ feiert in diesen Tagen sein einjähriges Bestehen. Wie von den Verantwortlichen zu erfahren ist, waren diese zwölf Monate ebenso erfolgreich wie schwierig. Die größte Herausforderung wird im ständigen Bewusstmachen innerhalb der Bevölkerung gesehen. Von unserer Mitarbeiterin Vera Stiller „Wir sind froh und erleichtert, dass es so gekommen ist, wie wir es vorausgesagt haben!“ Doch Caritas-Leiter Ewald Kohler, neben dem DRK-Kreisverband einer der beiden Gesellschafter der Wangener Tafel, weiß auch, dass ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer und ohne die Lieferanten „alles nicht wäre“. In den Dank für das große Engagement schloss Kohler deshalb die Hoffnung ein, dass das Projekt auch künftig Bestand haben möge. Bis zu 50 Kunden kommen Eines ist seit der Eröffnung des Tafelladens am 9. August 2007 klar: In Wangen gibt es sehr wohl Menschen, die Bedarf am verbilligten Einkauf auf Berechtigungsschein haben. In der Regel sind es 40 bis 50 Kunden, die am Dienstag- und Donnerstagnachmittag den Laden aufsuchen. Rund 20 Händler beliefern die Tafel. Unterstützt wird das Projekt nicht nur von Menschen, „die guten Willens sind“. Kohler benannte auch jene, die als Kooperationspartner von DRK-Kreisverband und Caritas Bodensee-Oberschwaben das Projekt unterstützen: Zwei katholische Kirchengemeinden und die evangelische Kirche, der DRK-Ortsverband und der Rotary Club. Als Herausforderung benannte der Caritas-Leiter die Tatsache, dass man sich gerade bei einem Unternehmen, das auf Freiwilligkeit basiere, nie zurücklehnen dürfe. Zudem müsse man ein gutes Händchen haben, wenn Konflikten entstünden. Bei Projektleiter Wolfgang Dietz, der das „Auf und Ab des Alltags hautnah mitbekomme“ sei der Tafelladen jedoch in bester Obhut. Der so Angesprochene nannte das aus 45 Frauen und Männern bestehende Team ein „sehr engagiertes“ und attestierte ihm, mit ganzem Herzen bei der Sache zu sein. An Dauerwaren magelt es Mit „Man kann die Mitarbeiter nicht glücklicher machen, als wenn am Vormittag Leute in den Laden kommen, die Nudeln, Reis und andere haltbare Lebensmittel bringen“, sprach Wolfgang Dietz das Problem des derzeit bestehenden Sortimentes an. Während Backwaren und frische Produkte stets vorhanden seien, mangle es an Milch und Käse sowie eben an Dauerwaren. Deshalb, so der Leiter, wolle man nach den Sommerferien gezielte Aktionen wie die „Kaufe eins mehr“ starten. Noch einmal betonte Dietz, dass „jeder ein willkommener Kunde“ sei, der des Tafelladens bedürfe. „Es tut weh, wenn Ware übrig bleibt und auf der anderen Seite bekannt ist, dass es Menschen in Wangen gibt, die sich nicht trauen“, sagt der Mann von der Caritas. Von „vielen Kunden, die froh und dankbar sind“ wusste etwas später Edeltraud Kieble zu berichten. Die engagierte Frau ist von Anfang an mit dabei und macht regelmäßig jede Woche Dienst. Wie sie, so ist auch Diemut Streitberger-Oschmann davon überzeugt, dass man das Bewusstsein für den Tafelladen innerhalb der Bevölkerung schärfen sollte. Sie wälzt den Gedanken: „Vielleicht muss man am Mittwoch einen Stand auf dem Markt eröffnen, wo man Dauerwaren wie Nudeln, Reis oder Zucker abgeben kann.“

Eingerahmt von Caritas-Leiter Ewald Kohler (links), Projektleiter Wolfgang Dietz (rechts) und fleißigen Helferinnen präsentiert Diemut Streitberger-Oschman eine Torte zum einjährigen Geburtstag des Wangener Tafelladens „Hand in Hand“.
Erstellt von: Martin Held Version: 09.08.2008 © 2008 DRK Kreisverband Wangen e.V.