Im „Firlefanz“ spielen die Kleinsten eine große Rolle
LEUTKIRCH - Im Kindergarten Firlefanz werden derzeit zehn Kinder im
Alter von ein bis drei Jahren in einer Extra-Gruppe von Dienstag bis
Donnerstag betreut. Ab September nächsten Jahres werden die Gruppen
sogar noch erweitert. Von unserer Mitarbeiterin Sabine Fischer Es ist
erstaunlich ruhig in dem Raum, in dem die „Zwerge“ betreut werden.
Viele sind mit Bobby-Cars im Flur unterwegs, andere sitzen am Tisch und
kritzeln und malen. Manche der Kleinen stapfen etwas unsicher herum,
kippen um, weinen kurz und werden ruckzuck von einer der zwei
Betreuerinnen beruhigt. „Das mit den Bobby- Cars ist eine tolle Sache.
Ältere Kinder haben ihre privaten Bobby-Cars für die Kleinen zur
Verfügung gestellt“, sagt Stefanie Boos, die seit 2001 den Kindergarten
leitet. Dort gibt es neben der Regelgruppe, die montags bis mittwochs
von 7.45 bis 12.45 Uhr geöffnet ist, eine Gruppe mit verlängerten
Öffnungszeiten, Montag bis Freitag von 7.30 bis 13.30 Uhr und der
Halbtagesgruppe, geöffnet Montag bis Freitag von 7.45 bis 12.45 Uhr,
seit September eine Extra-Gruppe für die Ein- bis Dreijährigen. „Der
Bedarf war da und das Team hat gemeinsam mit Jörg Kuon
(Kreisgeschäftsführer des DRK, Anm. d. Red.) überlegt, wie wir die
kleinen Kinder betreuen könnten“, sagt Stefanie Boos. Da sich die
Bedürfnisse der Ein- bis Dreijährigen doch von denen der älteren Kinder
unterscheiden, sei man übereingekommen, dass die Kleinen in einem
Extraraum betreut werden sollen. So wurde kurzerhand der Ruheraum nach
oben verlegt und Platz für die Kleinsten geschaffen. Hoffen auf
Halbtagsstellen Betreut werden die Mädchen und Jungen dienstags bis
donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr von Heike Kohlöffel und Sandra
Waldhoff, die vorerst auf 400- Euro-Basis arbeiten. Wenn ab September
nächsten Jahres die Gruppe erweitert wird, werden aus den zwei neu
geschaffenen Stellen eventuell Halbtagesstellen. Die meisten Kinder
werden um 8.30 Uhr gebracht und „holen sich dann gleich etwas zum
Spielen“, sagt Heike Kohlöffel. Ab etwa 9.30 Uhr setzen sich alle um
den kleinen Tisch, packen ihr mitgebrachtes Vesper aus und frühstücken
ein zweites Mal. Doch zuvor erklingt immer eine kleine Glocke. Alle am
Tisch nehmen sich an den Händen und sagen den Spruch „Wir reichen uns
die Hände nach guter alter Sitt’ und wünschen uns guten Appetit“, sagt
Sandra Waldhoff. Nach dem Essen ist dann die Wickelrunde angesagt, denn
sieben von den zehn Kleinen tragen noch Windeln. „Aber daran kann sich
jeden Tag etwas ändern“, schmunzelt Heike Kohlöffel. Gegen Mittag
würden die Mädchen und Buben meistens müde, so Kohlöffel. „Bei den
Kleinen ist viel mehr Pflegerisches gefragt sowie eine andere
Gestaltung des Tagesablaufs“, weiß die Kindergartenleiterin. Die
Erzieherinnen sind sich sicher, dass es besser ist, die Ein- bis
Dreijährigen getrennt von den älteren Kindern zu betreuen. So können
sie ihrem Alter entsprechend spielen und es sei auch nicht (Quelle SZ
071206)
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